Typisch Deutsch
Die Übergangsjacke
C1, Vorurteil, Klischee, erfahren
Der Winter ist vorbei, draußen ist es nicht mehr richtig kalt. Der Frühling naht, doch wirklich warm ist es draußen auch noch nicht. Zieht man noch die dicke Winterjacke an, schwitzt man sich zu Tode, wagt man es schon, das dünne Sommerjäckchen anzuziehen, wird man es spätestens am Abend bereuen und erfrieren.
Diesem Dilemma sehen sich viele Deutsche mindestens 2x pro Jahr gegenüber: im Frühling, wenn der Sommer noch nicht ganz da ist und im Herbst, wenn der Winter vor der Tür steht. Doch sie wären nicht die Deutschen, wenn ihnen dafür nicht auch eine Lösung eingefallen wäre: die Übergangsjacke! Ein typisch deutsches Kleidungsstück, zu dem man in anderen Sprachen keine passende Übersetzung findet, sondern es nur mit einer langen, umständlichen Beschreibung ersetzen kann. Ein Kleidungsstück, woran man die Deutschen neben ihrem typischen Klischee, der Sandalenträger mit weißen Socken, erkennen kann.
Die Klassiker der Übergangjacke sind vermutlich die dünne Steppjacke, die Jeansjacke und die Lederjacke, so herrlich vielfältig werben viele Modefirmen. Die Steppjacke überzeugt mit einem leichten, luftigen Stoff, der einen aber auch bei wenig Bewegung warmhält. Die Jeansjacke darf natürlich in keinem Kleiderschrank fehlen. Sie ist in den verschiedensten Schnitten und Farben erhältlich und ein treuer Begleiter für draußen und für drinnen. So beschreiben einige Modelabels diesen Klassiker der Übergangsjacke. Nicht zu vergessen: die Lederjacke. Auch sie lässt keinen Farb- und Materialwunsch offen und kann mit verschiedenen Styles kombiniert werden.
Die Übergangsjacke wird so lange mitgenommen, bis man sich entweder nicht mehr für seine dicke Daunenjacke schämen muss oder sich der deutsche Sommer endlich durchsetzt und gar kein Jäckchen mehr vonnöten ist. Wer also bei dem typisch deutschen wechselhaften Wetter überleben will, sollte ernsthaft überlegen, sich eine Übergangsjacke anzuschaffen, an der Auswahl wird es nicht scheitern.